Tischlerei Adler – Einbauschränke nach Maß in Hamburg
Ratgeber · 5 Min. Lesezeit

Schiebetüren oder Drehtüren? Der ehrliche Vergleich für Einbauschränke

Platzbedarf, Zugriff, Optik, Preis und Haltbarkeit im Vergleich. Plus: wann sich die Kombination aus beidem lohnt.

Von Alexander Adler, Tischler · Stand 18. Oktober 2026
Schiebetüren in Greige mit schwarzem Rahmen vor einem Einbauschrank

Die Frage kommt in fast jedem Beratungsgespräch. Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf den Raum an, nicht auf den Geschmack. Hier ist der Vergleich ohne Verkaufsabsicht, denn wir bauen beides.

Der Vergleich auf einen Blick

DrehtürenSchiebetüren
Platz vor dem Schrankmindestens 60 cm zum Öffnenkein Schwenkbereich nötig
Zugriffganzer Schrank gleichzeitig offenimmer nur die Hälfte bis zwei Drittel sichtbar
Optikklassisch, viele schmale Fugenruhig, wenige große Flächen, Rahmen sichtbar
Schrankbreitejede Breite, Türen 35 bis 60 cmsinnvoll ab etwa 1,20 m, Türen 60 bis 120 cm
Dachschrägeeinfach, jede Tür einzeln schrägaufwendig, waagerechte Schiene nötig
Preisim Grundpreis ab 1.990 € / lfm enthaltenAufpreis, Rahmen und Lauftechnik ab 990 € / lfm
HaltbarkeitScharniere 20 Jahre und mehr, nachjustierbarLaufwerke 15 bis 20 Jahre, Rollen tauschbar
Geräuschleise mit Dämpfungleise mit Softclose, sonst hörbares Anschlagen

Wann Drehtüren die bessere Wahl sind

  • Vor dem Schrank ist Platz. Mindestens die Türbreite plus zehn Zentimeter.
  • Sie wollen alles auf einen Blick, zum Beispiel in einer Ankleide.
  • Der Schrank ist schmal, unter 1,20 Meter. Schiebetüren hätten hier zu wenig Lauf.
  • Unter der Dachschräge. Mehr dazu im Artikel Einbauschrank unter der Dachschräge.
  • Sie wollen Innenbeleuchtung mit Türsensor. Bei Drehtüren funktioniert das pro Fach, bei Schiebetüren nur pro Laufbahn.

Wann Schiebetüren gewinnen

  • Das Bett steht nah am Schrank. In vielen Hamburger Schlafzimmern bleiben zwischen Bett und Wand nur 50 Zentimeter.
  • Der Schrank ist breit, ab zwei Metern. Zwei oder drei große Türen wirken ruhiger als sechs schmale.
  • Im Flur. Niemand stößt sich an einer offenen Tür.
  • Sie wollen Spiegel oder Glas großflächig. Schiebetüren tragen schwere Füllungen besser als Scharniere.
  • Als Raumteiler. Dann sind Schiebetüren die einzige sinnvolle Lösung.

Die Kombination, die oft am besten ist

Viele unserer Schränke bekommen beides: Schiebetüren vor dem Kleiderbereich, der am häufigsten geöffnet wird, und schmale Drehtüren oder offene Fächer an den Seiten. So bleibt die Optik ruhig, der Zugriff auf Schuhe oder Wäsche trotzdem schnell. Auch Schubladen mit Blende unter einer Schiebetürenanlage funktionieren gut, wenn die Türen hoch genug enden.

Tipp aus der Werkstatt

Bei Schiebetüren unbedingt Softclose mitnehmen. Der Aufpreis ist überschaubar, und der Unterschied zwischen einer sanft einziehenden und einer anschlagenden Tür ist jeden Tag spürbar. Bei Drehtüren sind gedämpfte Scharniere bei uns ohnehin Standard.

Was kostet der Unterschied?

Drehtüren sind in unserem Richtpreis von 1.990 € pro laufendem Meter enthalten. Für Schiebetüren rechnen wir mit einer Basis von 990 € pro Meter für Rahmen, Schienen und Laufwerke, dazu kommt die Füllung. Bei drei Metern Breite liegt der Aufpreis grob bei 2.500 bis 3.500 Euro, je nach Füllung. Den genauen Wert sehen Sie im Schiebetür-Konfigurator, alle Details zur Lauftechnik auf der Seite Schiebetürsysteme.

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